Die Härtefallregelung Heizöl ist eine staatliche Hilfe für private Haushalte, die im Jahr 2022 mit Heizöl oder anderen nicht leitungsgebundenen Energieträgern wie Pellets, Flüssiggas, Holzhackschnitzeln oder Kohle geheizt haben. Die Regelung soll diejenigen entlasten, deren Kosten für diese Energieträger im Vergleich zu den Referenzpreisen von 2021 mindestens verdoppelt waren. Der Bund stellt dafür maximal 1,8 Milliarden Euro aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds zur Verfügung. Die Entlastung erfolgt in Form eines Zuschusses, der 80 Prozent der Mehrkosten über dem doppelten Referenzpreis abdeckt. Der maximale Zuschuss pro Haushalt beträgt 2.000 Euro. Die Antragsstellung erfolgt online über die Bewilligungsstellen der Bundesländer.
Schlüsselerkenntnisse:
- Die Härtefallregelung Heizöl unterstützt private Haushalte, die hohe Heizkosten für nicht leitungsgebundene Energieträger hatten.
- Die Kosten für diese Energieträger müssen im Vergleich zu den Referenzpreisen von 2021 mindestens verdoppelt sein.
- Der Bund stellt 1,8 Milliarden Euro für die Härtefallregelung Heizöl zur Verfügung.
- Haushalte erhalten einen Zuschuss von 80 Prozent der Mehrkosten über dem doppelten Referenzpreis.
- Die Antragsstellung erfolgt online über die Bewilligungsstellen der Bundesländer.
Voraussetzungen für die Härtefallhilfe
Um die Härtefallhilfe in Anspruch zu nehmen, müssen private Haushalte im Jahr 2022 mit Heizöl, Flüssiggas, Holzpellets, Holzhackschnitzeln, Holzbriketts, Scheitholz oder Kohle geheizt haben. Die Kosten für diese Energieträger müssen mehr als das Doppelte der entsprechenden Referenzpreise von 2021 betragen haben. Die Höhe der Entlastung errechnet sich aus der Differenz zwischen den tatsächlichen Kosten und dem doppelten Referenzpreis, wobei 80 Prozent dieser Differenz als Zuschuss erstattet werden. Es gibt keinen Bedürftigkeitsnachweis oder eine Einkommensgrenze für die Antragsstellung.
| Energieträger | Referenzpreis 2021 | Mindestkosten für die Härtefallhilfe |
|---|---|---|
| Heizöl | 71 Cent pro Liter | 142 Cent pro Liter |
| Flüssiggas | 0,57 Euro pro Liter | 1,14 Euro pro Liter |
| Holzpellets | 26 Cent pro Kilogramm | 52 Cent pro Kilogramm |
| Holzhackschnitzel | 10 Cent pro Kilogramm | 20 Cent pro Kilogramm |
| Holzbriketts | 39 Cent pro Kilogramm | 78 Cent pro Kilogramm |
| Scheitholz | 24 Cent pro Kilogramm | 48 Cent pro Kilogramm |
| Kohle | 20 Cent pro Kilogramm | 40 Cent pro Kilogramm |
Berechnung des Zuschusses
Um den Zuschuss für die Härtefallhilfe zu berechnen, werden die Rechnungen und Zahlungsbelege für den Bezug der Energieträger im Zeitraum vom 1. Januar 2022 bis zum 1. Dezember 2022 herangezogen. Dabei spielen die tatsächlich gezahlten Preise und die Bestellmenge eine Rolle.
Der Zuschuss beträgt 80 Prozent der Mehrkosten, die über dem doppelten Referenzpreis liegen. Der Referenzpreis variiert je nach Art des Energieträgers. Zum Beispiel liegt der Referenzpreis für Heizöl bei 71 Cent pro Liter.
Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass der maximale Zuschuss pro Haushalt bei 2.000 Euro liegt. Es muss auch ein Mindestbetrag von 100 Euro vorhanden sein, um einen Zuschuss beantragen zu können.
Die nachfolgende Tabelle zeigt beispielhaft die Berechnung des Zuschusses für verschiedene Energieträger:
| Energieträger | Referenzpreis | Tatsächlicher Preis | Bestellmenge | Mehrkosten | Zuschuss (80% der Mehrkosten) |
|---|---|---|---|---|---|
| Heizöl | 71 Cent pro Liter | 80 Cent pro Liter | 2.000 Liter | 1.800 Euro | 1.440 Euro |
| Flüssiggas | 55 Cent pro Liter | 70 Cent pro Liter | 3.000 Liter | 450 Euro | 360 Euro |
| Pellets | 4,80 Euro pro Sack | 5,50 Euro pro Sack | 300 Säcke | 210 Euro | 168 Euro |
Bitte beachten Sie, dass dies nur beispielhafte Berechnungen sind und die tatsächlichen Zahlen je nach individuellem Verbrauch und Preisen variieren können.

Antragsstellung und Fristen
Um von der Härtefallhilfe profitieren zu können, müssen Haushalte einen Antrag stellen. Dieser wird online über die Bewilligungsstellen der Bundesländer eingereicht. Jeder Haushalt kann nur einen Antrag stellen, entweder als Direktantrag oder als Sammelantrag über den Vermieter.
Es ist wichtig, die Antragsfrist im Blick zu behalten. Diese endet am 20. Oktober 2023. Um den Antrag vollständig einzureichen, werden Rechnungen, Kontoauszüge und Belege über die Energiekosten im Jahr 2022 benötigt. Diese Dokumente dienen als Nachweis für die Berechnung des Zuschusses.
Für die Authentifizierung der Antragsteller werden die Bund-ID oder ELSTER-Zugangsdaten benötigt. Diese dienen dazu, die Identität des Antragstellers zu verifizieren und einen missbräuchlichen Antrag zu verhindern.
| Antragsstellung und Fristen | |
|---|---|
| Antragsstellung | Online über die Bewilligungsstellen der Bundesländer |
| Antragsfrist | 20. Oktober 2023 |
| Erforderliche Dokumente | Rechnungen, Kontoauszüge und Belege über die Energiekosten im Jahr 2022 |
| Authentifizierung | Bund-ID oder ELSTER-Zugangsdaten |
Mit der rechtzeitigen Antragsstellung und der Bereitstellung der erforderlichen Unterlagen erhöhen Haushalte ihre Chancen, von der Härtefallhilfe für Heizöl und andere Energieträger profitieren zu können.

Härtefallhilfe in NRW
In Nordrhein-Westfalen können private Haushalte die Härtefallhilfe für Heizöl, Flüssiggas, Pellets und Co. über das Antragsportal www.heizkostenhilfe.nrw beantragen. Hier können sie prüfen, ob sie für die Härtefallhilfe in Frage kommen und wie hoch der Zuschuss voraussichtlich sein wird.
Die Antragsfrist in NRW endet ebenfalls am 20. Oktober 2023. Es ist wichtig, alle erforderlichen Unterlagen wie Rechnungen und Kontoauszüge aus dem Jahr 2022 vor der Antragstellung bereitzuhalten.
Für Fragen zur Härtefallhilfe in NRW steht eine Info-Hotline zur Verfügung.
FAQ
Wer kann die Härtefallhilfe in Anspruch nehmen?
Private Haushalte, die im Jahr 2022 mit Heizöl, Flüssiggas, Pellets, Holzhackschnitzeln, Holzbriketts, Scheitholz oder Kohle geheizt haben und deren Kosten mehr als das Doppelte der Referenzpreise von 2021 betrugen, können die Härtefallhilfe beantragen. Es gibt keine Bedürftigkeitsnachweise oder Einkommensgrenzen.
Wie wird der Zuschuss berechnet?
Der Zuschuss wird anhand der Differenz zwischen den tatsächlichen Kosten für die Energieträger und dem doppelten Referenzpreis berechnet. 80 Prozent dieser Differenz werden als Zuschuss erstattet. Der maximale Zuschuss pro Haushalt beträgt 2.000 Euro.
Wie erfolgt die Antragsstellung und welche Fristen gelten?
Die Antragsstellung erfolgt online über die Bewilligungsstellen der Bundesländer. Jeder Haushalt kann nur einen Antrag stellen. Die Antragsfrist endet am 20. Oktober 2023.
Wie funktioniert die Härtefallhilfe in Nordrhein-Westfalen?
In Nordrhein-Westfalen können private Haushalte die Härtefallhilfe über das Antragsportal www.heizkostenhilfe.nrw beantragen. Die Antragsfrist in NRW endet ebenfalls am 20. Oktober 2023.
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